Der erste Skilift (eine Seilwinde) wurde von der englischen Besatzungsmacht nach dem 2. Weltkrieg
gebaut.
Nach Abzug der Engländer baute Herr Petri aus Wanne-Eickel zwei Tellerlifte. Er war Busunternehmer und brachte viele Gäste aus dem Ruhrgebiet zum Skifahren und dem geniessen der Winterfreuden nach Neuastenberg.
Bereits in den 30er und 40er Jahren lehrten Einheimische auf der Postwiese den Gästen das Skifahren.
Der Neuastenberger Heini Pape erkannte 1954, dass zu den Skiliften auch eine Skischule mit angeboten werden musste. Er organisierte ab 1954 aus seiner Schusterwerkstatt an der Dorfstraße die Skischule Neuastenberg .
Von Beginn an waren in der Skischule aktiv: Günter Spiekermann, Wilfried Bodenmüller, Willi Pape, Ferdi Bernards, Gerd Großmann, H.H.Wicht, Kalli Ouix und Herbert Nettig.
Heini Pape wurde 1958 zum Verbandslehrwart des Westdeutschen Skiverbandes (WSV) gewählt. Viele Ski-Lehrgänge wurden ab diesem Zeitpunkt in Neuastenberg von den Lehrwarten des WSV durchgeführt, welche auch gleichzeitig als Skilehrer in Neuastenberg tätig waren. 1958 fand bereits die erste Schulung für 50 Pädogogen aus NRW statt.

( Sauerlandarchiv S.107 ). Wörtlicher Auszug:
„ Seit Wochenanfang sind auf den Astenberger Skihängen Lehrer in der Skischule. Es handelt sich dabei um Skimänner und Skifrauen, die vom Nordrhein-Westfälischen Kultusminusterium sozusagen dienstlich auf die Bretter beordert sind .Die sportliche Leitung in Sachen Schneepflug, Slalom und Stangenakrobatik lag in den Händen von Heini Pape, dem Lehrwart des Westdeutschen Skiverbandes“.
In den folgenden Jahren wurde sehr vielen Skiläufern aus dem Ruhrgebiet die Freude am Skisport vermittelt. Ende der 60 Jahre zog sich Heini Pape von der Skischule zurück war aber als Ansprechperson immer für die Skischule da. In dieser Zeit kam der neuastenberger Nachwuchs zur Skischule und machte die entsprechenden Übungsleiter-Prüfungen beim WSV am Rolle Paß (Dolomiten).
Ulrich Flasche, der bereits 1971 in das Bundeslehrteam des Deutschen Skiverbandes berufen wurde, reichte die höchste Stufe des Amateur-Skilehrwesens nicht. Er absolvierte eine 4-jährigen Ausbildungszeit bei dem Lehrherr Peter Obermeier und schloss 1978 die Ausbildung des DSLV (Berufsskilehrerverband)an der TU München mit der Bezeichnung staatl. geprüfter Skilehrer ab und war somit auch „Sportlehrer im freien Beruf“.
Seit 1978 ist Ulrich Flasche Leiter der Skischule Neuastenberg.
Viele Neuastenberger unterrichteten dann für die Skischule wo sie zum großen Teil heute noch aktiv sind. Als Ausbilder im WSV konnte er viele Prüfungsteilnehmer als Skilehrer gewinnen. Mittlerweile arbeiten bei ihm in der Wintersaison ca. 60 Skilehrer aus ganz Deutschland und den Niederlanden.
Die Unterrichtssprache ist deutsch, es wird z.T. aber auch in Englisch und Niederländisch unterrichtet.
Die Skischule ist anerkannt vom Deutschen Berufs-Skilehrerverband (DSLV) und dem Deutschen Skiverband (DSV). Die Skilehrer nehmen jährlich an Fortbildungen teil und können dadurch die aktuellsten Techniken vermitteln.
Zum 50jährigen Jubiläum hat die Skischule die Lizenz des DSLV für Kids on Snow erworben. Den Kindern soll Spaß am Skilauf vermittelt werden. Snuki (das Maskottchen) begleitet die Kinder im Schnee.
Revolutionierend war das Ski- und Schuhmaterial während dieser 50 Jahre. Vom Holzski mit Kabelzug-bindung und Lederschuhen über Metall- und Kunststoffski mit Sicherheitsbindung und Plastikschuhen zur jetzigen Carvingausrüstung. Dies alles hat die Skitechnik sehr geprägt. Geschult wurde der Stemmbogen, dann die Arlbergerschule, Wedeln war angesagt. Weiter über die Parallel- und Umsteigetechnik zur jetzigen Carvingtechnik.
Mehr Info´s unter www.skischule-neuastenberg.de.
Wer bei uns Skikurse buchen möchte kann dies täglich bei ausreichender Schneelage ab 9.15 Uhr im Skischulbüro auf der Postwiese.